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Lemmiblog Ich gehe sehr gern ins Kino, lese sehr gern und zocke :D

WELCHEN PREIS ZAHLST DU FÜRS LEBEN? Im Berlin der Zukunft dürfen Privilegierte in einem Dom leben, während der Rest der ...
23/09/2026

WELCHEN PREIS ZAHLST DU FÜRS LEBEN?

Im Berlin der Zukunft dürfen Privilegierte in einem Dom leben, während der Rest der Bevölkerung in Hitze, Dreck und Gewalt erstickt. Politisch in zwei Lager gespalten, versucht jeder seinen Weg zu finden. Dabei ahnt kaum jemand, dass die Würfel über ihr Schicksal längst gefallen sind und selbst Politiker nur Marionetten an Fäden sind.

City of Blood auf Disney+ hat 8 Episoden mit einer Laufzeit von jeweils ca. 50 Minuten. Wir haben hier ein dystopisches Berlin, das durch Gewalt und eine brutale Zweiklassengesellschaft vor dem Kollaps steht.
Mittendrin haben wir Bea, die dringend eine Nierentransplantation benötigt. Ihre einzige Hoffnung ist ihre Schwester Phoebe, die sie seit 15 Jahren nicht gesehen hat. Doch aus der eigentlich lebensrettenden Operation entwickelt sich schnell etwas wesentlich Größeres. Bea findet heraus, wozu der Dom wirklich dient, wohin das ganze Blut verschwindet, obwohl die Krankenhäuser keines haben, und welche Rolle ihre Mutter beim Bau des Doms gespielt hat.
Die Story bietet einiges. Wir bekommen politische Debatten zwischen rechtem Geblubber und dem erhobenen Zeigefinger der Demokratie, dazu das Geheimnis um das Blut und natürlich die Frage, wer davon eigentlich profitiert. Die Figuren sind einprägsam und funktionieren solide.
Wer mir allerdings ungemein auf die Eier ging, war Phoebe. Bei ihr hatte ich das Gefühl, die Regieanweisung bestand aus: „Du hast einen halben Gesichtsausdruck. Teil ihn dir gut ein.“ und "beim Reden lässt du bitte die Zähne zusammen."
Unterm Strich bleibt eine Serie, die ich mögen wollte, weil sie knackig erzählt ist, ihre Figuren Wiedererkennungswert besitzen und auch mal Konsequenzen zulässt. Allerdings sind Emotionen rar, Entscheidungen teils echt bekloppt und das große Ganze erschließt sich einen nicht. Quasi, was will man mir hier eigentlich erzählen?

6,5/10 Punkten. Aufgeregt hat mich die eine Cafebesitzerin bei der Yassin ein Kaffee bestellt und was macht sie? Geht Kartoffeln schälen, kein Wunder das ihr durch Maschinen ersetzt werdet.

NIEMAND WILL EINEN KRIEG 1941, nachdem die Japaner Pearl Harbor angegriffen haben, suchen die USA nach Vergeltung. Doch ...
22/09/2026

NIEMAND WILL EINEN KRIEG

1941, nachdem die Japaner Pearl Harbor angegriffen haben, suchen die USA nach Vergeltung. Doch Unterstützung braucht Zeit und die Flugzeugträger sowie Soldaten vor Ort müssen die Stellung halten. Gleichzeitig sind die Japaner bereit, für den Sieg bis zum Äußersten zu gehen. Am Ende entscheidet vor allem, welche Seite taktisch mehr auf dem Kasten hat.

Midway – Für die Freiheit von 2019 geht ca. 135 Minuten und ist ab 16 Jahren freigegeben. Wir haben hier einen Kriegsfilm mit unter anderem Woody Harrelson, Ed Skrein, Patrick Wilson, Luke Evans und Aaron Eckhart.
Die Story zeigt uns den Angriff auf Pearl Harbor und die Ereignisse danach. Wir begleiten Soldaten, die nervlich am Ende sind, weil ein Kamerad nach dem anderen stirbt. Gleichzeitig gehts um Admiräle beider Seiten und die Frage, wer den nächsten Zug des Gegners richtig einschätzt. Dazu kommen die Nachrichtendienste, die verschlüsselte Funksprüche dechiffrieren und irgendwie herausfinden müssen, wo die Japaner als Nächstes zuschlagen.
Umgesetzt ist das trotz der über 2h erstaunlich kurzweilig. Die Schauspieler funktionieren und irgendwo gibt es immer was zu tun, zu planen oder in die Luft zu jagen. Die Action sitzt ebenfalls. Das CGI erkennt man zwar regelmäßig, trotzdem sind einige Luftschlachten beeindruckend inszeniert.
Dennoch kam ich nie ganz um das Gefühl herum, dass bei all den Figuren und Ereignissen etwas auf der Strecke bleibt. Der Film bietet reichlich Action und erklärt seine taktische Seite ordentlich, aber emotional gepackt hat er mich selten.
Unterm Strich bleibt ein Werk, das sich hervorragend wegschauen lässt. Die Darsteller funktionieren, die Geschichte bleibt trotz der Laufzeit interessant und die Action macht trotz offensichtlichem CGI ordentlich Laune.

7/10 Punkten. Regisseur Roland Emmerich wollte Midway bereits seit den 90ern drehen, bekam damals aber das nötige Budget nicht zusammen. Der Mann, der vorher Aliens das Weiße Haus sprengen ließ, musste rund 20 Jahre warten, bis er ganz normale Menschen Flugzeugträger versenken durfte.

WAS BLEIBT AM ENDE EINES TAGES? In den 1330ern findet die junge Plünderin Sophia heraus, was auf einer geheimnisvollen g...
21/09/2026

WAS BLEIBT AM ENDE EINES TAGES?

In den 1330ern findet die junge Plünderin Sophia heraus, was auf einer geheimnisvollen griechischen Insel vor sich geht. Zusammen mit ihrer Kumpanin Leni wandelt sie auf den Spuren von Theseus und dringt immer tiefer in ein gewaltiges Labyrinth vor. Feindliche Soldaten wollen das Geheimnis der Insel ebenfalls für sich, doch die sind schnell das kleinste Problem.

Resonance: A Plague Tale Legacy geht zwischen 10 und 15 Stunden und ist ab 16 Jahren freigegeben. Wir haben hier ein Spin-off, das ca. 15 Jahre vor den Hauptspielen angesiedelt ist. Gespielt wird Sophia, die wir bereits aus dem zweiten Teil als Piratin kennen. Sophia wird seit ihrer Kindheit von Visionen geplagt und als sie sich endlich selbst ins Abenteuer stürzen kann, geht nahezu alles schief. Verbündete sterben, ihr Clan hält sie für eine Verräterin und zwischendurch dürfen wir als "Theseus" auch noch ein antikes Familiendrama durchleben.
Die Story ist angenehm kurzweilig, die Figuren bleiben im Gedächtnis und auch das Kampfsystem aus Parieren, Blocken und Zuschlagen funktioniert durchgehend gut. Sophia fühlt sich dabei wehrhafter an als die bisherigen Protagonisten der Reihe.
Was mich allerdings massiv aufregte, waren die Rätsel. Gefühlt gibt es genau eines: Licht irgendwie durch den Raum bewegen, damit es weitergeht. Danach kommt zur Abwechslung ein Raum, in dem man Licht bewegen muss und anschließend, Überraschung, LICHT!
Wer außerdem glaubt, sich irgendwann mit dem Minotaurus prügeln zu dürfen, den muss ich enttäuschen. Stattdessen schleichen oder rennen wir vor einem schwarzen, saugenden Etwas davon. Das ist weder spannend noch kreativ und streckt das Spiel regelmäßig unnötig.
Unterm Strich bleibt ein Spiel, das im Kern durchaus Spaß macht. Story, Figuren und Kämpfe funktionieren, doch das redundante Schleichen und die Möchtegern-Rätsel treten auf die Spaßbremse. Dafür ist die Musik brillant.

7/10 Punkten. Die Geschichte um den Minotaurus, denn es hier nicht gibt, fand ich viel spannender als Sophias Geschichte. Die ist quasi nur unser Werkzeug nen Familiendrama bei zu wohnen, die nicht mal ihre ist.

HINFALLEN, EXPLODIEREN UND WEITERMACHEN Wile E. Coyote hat die Schnauze voll. Nie kann er den Road Runner schnappen und ...
20/09/2026

HINFALLEN, EXPLODIEREN UND WEITERMACHEN

Wile E. Coyote hat die Schnauze voll. Nie kann er den Road Runner schnappen und daran ist ACME schuld. Dummerweise ist ACME das größte Unternehmen der Welt und niemand legt sich freiwillig mit denen an. Doch Kevin Avery wird unfreiwillig Coyotes Anwalt und soll das Unmögliche schaffen. Die Chancen stehen beschissen, aber Toons haben immer noch irgendeine Idee.

Coyote vs. Acme geht ca. 100 Minuten und ist ab 6 Jahren freigegeben. Wir haben hier eine Komödie, deren Entstehungsgeschichte selbst schon filmreif ist und mich in keiner Weise enttäuschte. Die Mischung aus Cartoon und Realfilm funktioniert ähnlich gut wie  damals bei Mary Poppins.
Die Cartoonfiguren fühlen sich noch so an wie früher im Samstagmorgenprogramm. Sie machen Klamauk, überleben Dinge, die selbst einen Terminator zerlegen würden, und sind sofort wiederzuerkennen. Gleichzeitig gibt man ihnen eine herrliche Prämisse mit Bezug zur echten Welt. Toons werden seit Jahrzehnten von ACME verletzt, verstümmelt und in die Luft gejagt, allen voran der arme Coyote. Dass mittlerweile kaum jemand ohne Produkte des Konzerns auskommt, macht den Prozess umso spaßiger.
Das große Prunkstück ist der Einfallsreichtum. Selbst im Hintergrund verstecken sich Kleinigkeiten, die man schnell übersehen kann und bei denen offensichtlich jemand richtig Bock hatte. Der Humor passte für mich einwandfrei. Ich habe zwar nicht durchgehend gelacht, dafür permanent mit einem Grinsen vor der Leinwand gesessen.
Unterm Strich bleibt ein Film, der für mich nahezu einwandfrei funktioniert. Figuren, Story, Humor und Einfallsreichtum passen zu dieser Art von Film und zeigen, dass man alte Charaktere nicht neu erfinden muss.

9/10 Punkten. Mit wie viel Liebe die Toons teilweise in die reale Welt integriert wurden, macht schon Spaß. Beim Finale musste ich dann allerdings tatsächlich eine kleine Toon-Träne verdrücken. Wäre sie auf den Boden gefallen, hätte sie ein coyoteförmiges Loch hinterlassen.
In diesem Sinne Beep Beep.

CHINESEN UND DER KARTOFFELSALAT Joe kommt nach Jahren aus dem Knast und bekommt direkt Probleme vor die Füße geworfen. S...
19/09/2026

CHINESEN UND DER KARTOFFELSALAT

Joe kommt nach Jahren aus dem Knast und bekommt direkt Probleme vor die Füße geworfen. Seine Ex braucht 50.000 Dollar für die Operation ihres gemeinsamen Sohnes, ihr neuer Typ möchte Joe allerdings weit weg von der Familie sehen. Also bleibt nur eine Möglichkeit, trainieren, kämpfen und das Preisgeld bei einem Turnier gewinnen.

Lion Fist: Kampf der Champions geht ca. 90 Minuten und ist ab 16 Jahren freigegeben. Wir haben hier den nächsten Martial-Arts-Streifen vom sympathischen Sean David, der uns einmal quer durch Familiendrama, Drogengeschäfte, Liebesgeschichte und Kampfturnier führt. Warum sich für ein Genre entscheiden, wenn man alle gleichzeitig nehmen kann?
In der Hauptrolle haben wir wieder Mathis Landwehr, der seinen Job gewohnt solide erfüllt. Das Training folgt dem klassischen Schema aus Schmerzen, hinfallen und irgendwann funktioniert die Technik plötzlich perfekt.
Zunächst konzentriert sich die Story aufs Familiendrama. Die Ex ist süchtig und braucht Kohle, weil der gemeinsame Sohn einen Tumor hat, was ich ihr übrigens keine Sekunde abgekauft habe. Ihr neuer Freund, Stiernackensaurus Butch, ist hauptsächlich laut und schnauft grimmig wie ein Büffel in die Kamera. Natürlich verliebt sich Joe nebenbei in die Tochter seines Meisters und gemeinsam nimmt man mal eben ein halbes Drogenkartell hops, normaler Dienstag eben.
Das eigentliche Turnier sind die letzten 20 Minuten. Wirklich vom Hocker haut mich dort niemand, wobei Butch überrascht und zeigt, dass sich der Stiernacken erstaunlich geschmeidig bewegt.
Unterm Strich bleibt ein gut gemeinter Streifen, dessen Energie man spürt, der bei der Umsetzung aber über seine eigenen Füße stolpert. Figuren und Dialoge sind kaum ernst zu nehmen, die Kämpfe sind stabil und die Musik von Altmeister Paul Hertzog sowie Stan Bush ist das eigentliche Highlight.

5,5/10 Punkten. Kurt McKinney und Gary Daniels tauchen als Cops auf und nehmen im Alleingang eine Drogenhöhle hops. Natürlich ohne Schusswaffen, sondern gepflegt mit der Handkante. Man will ja maximal Oldschool bleiben.

KEINE REGELN, KEIN BACKUP, NUR REACHER Reacher will eigentlich nur einer verzweifelten Dame in der U-Bahn helfen. Doch g...
18/09/2026

KEINE REGELN, KEIN BACKUP, NUR REACHER

Reacher will eigentlich nur einer verzweifelten Dame in der U-Bahn helfen. Doch gegen manche Schicksale kann selbst er nichts ausrichten. Kurz darauf gehen Polizei, FBI, Staatsschutz und zwei asiatische Damen davon aus, dass Reacher von ihr einen USB-Stick bekommen hat. Was darauf gespeichert ist, scheint wichtig genug zu sein, um dafür über Leichen zu gehen.

Reacher Staffel 4 hat 8 Episoden mit einer Laufzeit von jeweils ca. 45 Minuten. Wir haben hier den wandelnden Kleiderschrank in Persona bei seinem vierten Abenteuer und diesmal bekommt er es gefühlt mit allen gleichzeitig zu tun.
Ich glaube, so viel wie hier musste Reacher noch nie rennen. Wäre eigentlich was für Tom Cruise gewesen, allerdings sehen knapp zwei Meter und 115 Kilo in Bewegung aus wie ein Nashorn, das Feuer entdeckt hat. Nicht elegant, aber wenn es dich erwischt, brauchst keinen zweiten Treffer.
Die Story lässt Reacher rennen, kämpfen und sich verstecken, wobei Letzteres bei seiner Größe so einfach ist, wie einen Kühlschrank hinter einer Zimmerpflanze zu verbergen. Gleichzeitig muss das Rätsel um den USB-Stick gelöst werden. Wer hat ihn und was befindet sich darauf?
Die Action sitzt wunderbar. Es macht einfach Laune, Reacher dabei zuzusehen, wie er als menschlicher Bulldozer durch Gegnerhorden donnert. Gleichzeitig bekommt er diesmal selbst ordentlich auf die Fresse. Es gibt einige überraschende Opfer, allgemein gehts brutal zur Sache und Reacher wirkt gnadenloser als zuvor.
Was mich störte, ist die Optik. Die Hintergründe sind teils so unscharf, dass es aussieht, als hätte jemand die Figuren vor ein verschwommenes Windows-Hintergrundbild gestellt.
Unterm Strich bleibt eine vierte Staffel, die wieder richtig Spaß macht. Die Action sitzt, Reacher darf ordentlich austeilen und die neuen Figuren reichen zum Merken, wenn auch nicht unbedingt zum Mitfühlen.

8/10 Punkten. Reacher versucht, anhand einer gelernten Checkliste einen Selbstmordattentäter zu erkennen. Was zwar beeindruckend aussieht, aber den Jung in dem Umfeld hät ich direkt erkannt.

BESTER RESI-FILM ALLER ZEITEN?Bryan ist quasi ein Uberfahrer für Organe und soll eine A-Priorität innerhalb 1h nach Racc...
17/09/2026

BESTER RESI-FILM ALLER ZEITEN?

Bryan ist quasi ein Uberfahrer für Organe und soll eine A-Priorität innerhalb 1h nach Raccoon City bringen. Natürlich gelingt das nicht und je näher er der Stadt kommt, desto verrückter wird die Reise. Ein schreckliches Monster nach dem anderen stellt sich ihm in den Weg, dabei will der arme Kerl nur seine Lieferung abgeben und Feierabend machen.

Resident Evil 2026 geht ca. 95 Minuten und ist ab 16 Jahren freigegeben. Wir haben hier mal wieder eine Neuverfilmung der bekannten Videospielreihe, nur macht das Ding richtig Laune. Na ja, zumindest zu 90 Prozent. Denn das Finale ist absoluter Mist, gefiel mir persönlich überhaupt nicht und endet so abrupt, als hätte jemand mitten im Endkampf gerufen, „So Leute, Parkuhr läuft ab, Feierabend!“
Für mich funktioniert der Film vor allem dank seiner Hauptfigur. Austin Abrams spielt keinen knallharten Elitesoldaten, sondern einen Jedermann, der mit der Situation völlig überfordert ist. Sein Charme und leicht verpeilte Ron-Weasley-Art waren genau meins.
Allgemein ist der Streifen trotz jeder Menge Blut, Ekel und Geschmadder wie in der Säuglingsstation, herrlich amüsant und teils wirklich zum Lachen. Ich selbst habe mich zwar weder erschrocken noch herzhaft weggeschmissen, aber der Rest des Kinosaals schon. Also vertraut einfach denen, die offenbar noch Gefühle besitzen.
Die Effekte sind toll umgesetzt, es gibt schöne Anspielungen auf die Spiele und mein persönliches Highlight war der Running Gag mit den Schlössern.
Unterm Strich bleibt ein Werk, das für mich nahezu durchgehend funktioniert, weil Horror und Comedy hervorragend miteinander kombiniert werden. Es wird nie langweilig und die verschiedenen „Level“ sorgen für eine tolle Grundstimmung. Nur das Finale hätte man gerne noch einmal zurück ins Labor schicken dürfen.

8/10 Punkten. Regisseur Zach Cregger erklärte schon lange vor dem Kinostart, dass sein Film keine direkte Adaption eines bestimmten Spiels werden sollte, sondern einer neuen Figur folgt, deren Reise sich wie ein klassisches Resident-Evil-Spiel von einem Albtraum zum nächsten entwickelt.

WENN'S JUCKT, SIND'S FILZLÄUSE Ghostface treibt wieder sein Unwesen. Sein erstes Opfer ist Tuesday, die knapp überlebt. ...
16/09/2026

WENN'S JUCKT, SIND'S FILZLÄUSE

Ghostface treibt wieder sein Unwesen. Sein erstes Opfer ist Tuesday, die knapp überlebt. Ihre Schwester Sara glaubt jedoch, dass er es in Wahrheit auf sie abgesehen hat, während ihre Mutter Cindy Campbell überzeugt ist, dass eigentlich sie gemeint ist. Alte Überlebende und neue Mitleidende müssen sich gemeinsam Ghostface stellen.

Scary Movie 2026 geht ca. 90 Minuten und ist ab 16 Jahren freigegeben. Wir haben hier den sechsten Teil der Parodiereihe und ich muss gestehen, der ist gar nicht so scheiße, wie ich angenommen hatte.
Schon die Eröffnungssequenz mit Teyana Taylor und ihren Messer verbiegenden Bauchmuskeln ist herrlich bescheuert. Auch danach gibt es bis ungefähr zur Hälfte einige lustige und kreative Einfälle. Filme, Darsteller, Figuren, ethnische Zugehörigkeiten, Geschlechter, einfach alles, worüber sich irgendwo irgendjemand aufregen könnte, bekommt eine mit. In diesem Sinne Ziel erfüllt.
Bis ungefähr zum Jermaine-Jackson-Gag fand ich das Ganze auch unterhaltsam, obwohl manche Witze wieder so lange ausgewalzt werden, bis auch wirklich der Letzte verstanden hat, dass gerade eine Pointe stattgefunden hat. Danach geht dem Film zunehmend die Puste aus. Wirklich lustig ist kaum noch etwas und man verwaltet den Irrsinn nur noch bis zum großen Endkampf.
Der kommt im John-Wick-Stil daher und nicht als Ballerina, weil den Film eh kein Schwein gesehen hat. Schade fand ich außerdem, dass der Nachwuchs zum Ende hin ziemlich untergeht, aber gut, Legacy-Charaktere sind nun mal angesagt und wenn die Alten schon aus der Mottenkiste geholt werden, dürfen sie auch den Laden abschließen.
Unterm Strich bleibt eine Parodie, die absoluter Mist ist, aber eben ganz bewusst. Geschmacklos sein, provozieren, übertreiben und niemanden verschonen. Genau dafür war Scary Movie einmal da und zumindest zeitweise erinnert Teil 6 tatsächlich wieder daran.

5/10 Punkten. Im Abspann darf nochmal Longlegs auftauchen. Witzig ist es zu diesem Zeitpunkt sowieso nicht mehr, nur seine Festnahme zwischendrin ist witzig.

MEIN LIEBLINGS-DISNEYFILMMit 11 Jahren wurde ein Prinz von einer Hexe in ein schreckliches Biest verwandelt. Nur die wah...
14/09/2026

MEIN LIEBLINGS-DISNEYFILM

Mit 11 Jahren wurde ein Prinz von einer Hexe in ein schreckliches Biest verwandelt. Nur die wahre Liebe kann ihn und alle Bewohner des Schlosses retten. Zehn Jahre später verirrt sich Maurice dorthin und seine Tochter Belle geht mit dem Biest einen Deal ein. Nur einer könnte sie retten, doch Gaston glaubt Maurice kein Wort.

Die Schöne und das Biest von 1991 geht ca. 80 Minuten und ist ab 0 Jahren freigegeben. Wir haben hier meinen persönlichen Lieblingsfilm von Disney, denn für mich funktioniert nahezu alles. Allen voran die Lieder, die einfach der Hammer sind. Dazu dieser wunderschöne Look, der selbst über 30 Jahre später nichts von seinem Charme verloren hat, auch die Figuren sind fantastisch geschrieben. Belle weiß, dass die Welt mehr zu bieten hat als dieses kleine Dorf. Das Biest wiederum muss ein Jahrzehnt mit seinem Fluch leben, weil eine Hexe offenbar dachte: Der Elfjährige lässt nachts keine fremde Frau ins Schloss? VERFLUCHT DIE SAU! Für mich der wahre Bösewicht der Geschichte.
Dann wäre da noch Gaston, meine Lieblingsfigur. Ein angesehener Jäger, praktisch der Obermuffti des Dorfes und natürlich überzeugt davon, dass nur die beste Frau gut genug für ihn und seinen Nachwuchs ist. Dass ihm ohnehin fast jede Dame im Dorf zu Füßen liegt, hilft seinem bescheidenen Ego natürlich ungemein. Völlig überzeichnet, keine Frage, aber genau deshalb funktioniert er als Gegenpol zu Belle und dem Biest so wunderbar.
Natürlich gibt es einige Logiklöcher. Angefangen beim verfluchten Elfjährigen, wie Belle das schwere Biest nach dem Wolfsangriff aufs Pferd bekam, bis zum schnellen Charakterwechsel beim Biest.
Unterm Strich bleibt für mich ein wunderschöner Disneyfilm mit fantastischer Musik, tollen Figuren und einem unglaublichen Ideenreichtum.

10/10 Punkten. Wer mehr über Gaston und das Biest erfahren möchte, kann zu Serena Valentinos Disney-Villains-Büchern greifen. Beim Biest wird die Vorgeschichte des Prinzen erzählt, während bei Gaston die Vergangenheit und seine Verbindung zum Prinzen gezeigt wird.
#1991

WOZU BRAUCHT 'NE STORY SCHON KONTEXT? Alma, Erika und Nelly leben zu unterschiedlichen Zeiten auf demselben Bauernhof. J...
13/09/2026

WOZU BRAUCHT 'NE STORY SCHON KONTEXT?

Alma, Erika und Nelly leben zu unterschiedlichen Zeiten auf demselben Bauernhof. Jede hat andere Probleme, Fragen und Schwierigkeiten. Mädchen, die zu Frauen werden oder es werden wollen, geraten an ihre Grenzen, bis sie irgendwann davonfliegen.

In die Sonne schauen geht ca. 150 Minuten und ist ab 16 Jahren freigegeben. Wir haben hier ein Drama über vier Frauen in vier verschiedenen Epochen. Vier? Ja, denn ich hielt Erika und Angelika lange für dieselbe Person. Sieht man mal, wie bekloppt das erzählt ist, dass wir inzwischen bei einer anderen Frau und Jahrzehnte weiter sind.
Dabei mochte ich die einzelnen Damen durchaus. Alma, die mit ihrem Plattdeutsch süß die Welt durch Kinderaugen betrachtet. Erika mit ihrer sehr speziellen Beziehung zu ihrem Cousin und dessen Vater. Nelly die in ihrer neuen Freundin ein Mysterium sieht und Gefühle entwickelt, die sie nicht versteht.
Klingt spannend und hätte mich vermutlich begeistert, wenn man sich mehr auf die einzelnen Perspektiven konzentriert hätte. Optisch ist das maximal Arthaus. Mal sieht alles gleich aus, dann wirkt die Linse, als hätte jemand Milch darüber gekippt.
Einige Szenen ließen mich komplett ratlos zurück. Durch ein Feld rennen und anhand der Verletzungen bestimmen, wer gewonnen hat? Dem eigenen Sohn den Arm verstümmeln wollen, damit die N***s ihn nicht holen? Dann diese Enden, bei denen gefühlt jede „davonfliegt“ und alle anderen sagen: Joa, passt scho.
Unterm Strich bleibt ein Werk, das irgendwo tief unter mehreren Schichten Kunstkino eine interessante Geschichte versteckt. Man war allerdings zu sehr damit beschäftigt, Erinnerungen, Symbolik und Atmosphäre zu erschaffen, so dass die eigentliche Story hinten vom Traktor gefallen ist.

4,5/10 Punkten. Regisseurin und Co-Autorin verbrachten übrigens einen Sommer auf genau dem Hof. Beim Weintrinken fragten sie sich, wer dort früher wohl gelebt hatte, daraus entstand die Grundidee des Films. Manchmal entsteht beim Saufen Kunst. Ob man sie anschließend versteht, steht auf einem anderen Blatt.

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Manaus, AM

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