Lemmiblog

Lemmiblog Ich gehe sehr gern ins Kino, lese sehr gern und zocke :D

HEE-HEE AUS DER 5kg ZAHNPASTATUBE Michael wird zusammen mit seinen vier Brüdern von Vater Joseph schon als Kind gedrillt...
23/04/2026

HEE-HEE AUS DER 5kg ZAHNPASTATUBE

Michael wird zusammen mit seinen vier Brüdern von Vater Joseph schon als Kind gedrillt um für Ruhm und Geld zu funktionieren. Kein normales Leben nur Leistung. Je älter Michael wird, desto mehr will er sein Ding machen, doch sein Vaters klebt an ihm.

Michael geht ca. 125 Minuten und ist ab 6 Jahren freigegeben. Wir haben hier das Biopic über einen, der größten Musiker aller Zeiten. Gespielt von Jaafar Jackson, der wirklich versucht, was möglich ist. Die Tanzeinlagen sitzen, die Bühnenmomente knallen und wenn die Kamera genug weg bleibt, denkt man, der echte Michael ist da.
Genau hier hört das Lob auch auf. Dieser Film rast durch Michaels Leben wie ein ICE. Jackson Five, Solokarriere, Verletzung, Bad Tour, alles wird nur angerissen. Das ist kein Biopic sondern Wikipedia auf Koffein. Wer hofft, etwas über Michael den Künstler zu erfahren, wird enttäuscht. Wie schreibt er Songs? Wie perfektioniert er Tänze? Wie arbeitet sein Genie im Bereich der Musik? Die Antwort des Films, Hirn aus und noch nen Konzert. Das ist der eigentliche Skandal. Du hast eine faszinierende Künstlerfiguren und machst daraus eine weichgespülte Präsentation. Alles Schwierige wird auf Kindergarten-Niveau erklärt. 3x fällt Neverland, damit auch der letzte Handy-Zombie in Reihe 8 versteht: „Aha, Peter Pan!“ Er wird Knollnase genannt, zwinker, Schönheits-OPs, haste verstanden? Er bekommt Schmerzmittel, na sowas, da wird wohl später noch was passieren. Joseph ist der große Endgegner. Ja, zurecht problematisch, aber das wird so simpel runtergebrochen, als wäre Michael ausschließlich durch einen bösen Vater entstanden und nicht durch Talent, Wahnsinns-Arbeitsethik und ein krankhaftes Streben nach Perfektion.
Unterm Strich bleibt ein Film, der tolle Musik und Showbilder liefert, also genau das, was echte Konzertaufnahmen seit Jahrzehnten besser können. Als Biopic ist feige, oberflächlich und weichgespült, als hätte man die Filmrollen in Perwoll eingeweicht.

4,5/10 Punkten. Einmal CGI Bubbles für ein "awwww" im Kino. Warum er ihn hat, tja. Schwester Janet fehlt ganz, die Rivalität mit Prince ignoriert. Warum sollte ein Biopic auch was erzählen wollen?

CHONG LI, EINE HOMMAGE ANS BÖSE Bloodsport ist Kult. Ein überlebensgroßer 80er-Jahre-Rausch aus Schweiß, Pathos, Ehre un...
22/04/2026

CHONG LI, EINE HOMMAGE ANS BÖSE

Bloodsport ist Kult. Ein überlebensgroßer 80er-Jahre-Rausch aus Schweiß, Pathos, Ehre und brachialer Energie. Die Arena bebt, die Musik ballert, Muskeln glänzen und jede Szene fühlt sich an, als gehöre sie auf ein VHS-Cover.

Natürlich steht Jean-Claude Van Damme als Frank Dux im Zentrum. Diszipliniert, ehrenhaft und mit genau jener Siegerausstrahlung, die das Actionkino der Achtziger liebte. Er ist der Mann für die saubere Seite des Kampfes, Respekt, Mut und den Glauben daran, dass Können und Herz am Ende triumphieren.

Doch was diesen Film bis heute so auszeichnet, ist die dunkle Kraft auf der anderen Seite der Matte, Bolo Yeung als Chong Li. Während moderne Filmgegner reden, erklären oder um Verständnis wegen Traumas aus der Kindheit bitten, genügt bei ihm ein einziger Auftritt. Sobald er im Bild ist, verändert sich die Atmosphäre, die Musik wird düster. Die Meute brüllt seinen Namen, jeder weiß, er ist das Pferd auf das man setzt. Die unzerstörbare Kampfmaschine, ein Mann gehauen aus Granit.

Chong Li braucht keine großen Worte, weil seine Präsenz alles erzählt. Er ist Brutalität in menschlicher Form, kompromisslos, einschüchternd und bereit, jede Grenze zu überschreiten, wenn es dem Sieg dient. Er schummelt, tötet und hat keinen Respekt vor niemandem. Ihm gehört die Matte.

Wir erfahren nichts über ihn außerhalb des Turniers. Hat er Familie oder einen alten Meister denn er beeindrucken will, ist er politisch motiviert? Völlig irrelevant, er ist die Mauer, diese überlebensgroße Wand die es zu überwinden gilt ohne tiefe.

Sicher ist der finale Kampf, aus heutiger Sicht nicht super choreografiert. Chong Li macht eine Rolle auf Dux und der macht den Spagat in der Luft. Glaubwürdig? Auf keinen Fall, aber stylisch. Jeder Treffer knallt, jede Pose sitzt. Wenn Dux den legendären Hubschrauberkick durch die Luft macht, ist das keine realistische Kampftechnik mehr, das ist pures Kino und ein Gegner am Boden, der nach Mama ruft.
Dennoch zündet es wenn er ruft
"Du bist der nächste".

IM LAND DER KLEINEN ALTEN FRAUEN Theatermanager Max und Buchhalter Leo haben einen Plan, der so bekloppt ist, dass er fa...
21/04/2026

IM LAND DER KLEINEN ALTEN FRAUEN

Theatermanager Max und Buchhalter Leo haben einen Plan, der so bekloppt ist, dass er fast schon brillant wirkt. Mit dem schlechtesten Stück aller Zeiten reich werden. Also Investoren einsammeln, absichtlich floppen und das Geld behalten.
Steuertrick trifft Größenwahn.

The Producers – Frühling für Hi**er (1967) geht ca. 85 Minuten und ist ab 12 Jahren freigegeben. Ein Film von Mel Brooks mit Zero Mostel und Gene Wilder in den Hauptrollen und schon die Grundidee ist so irre, dass man fast applaudieren muss.
Die Prämisse, wenn das Stück floppt, ist keiner sauer, weil eh nichts verdient wurde.
Also wird absichtlich Müll produziert und dabei gehofft, dass niemand merkt, wie kriminell das eigentlich ist.
Die ersten zehn Minuten sind allerdings zäh. Viel überdrehtes Schauspiel, laute Figuren, Chaos-Energie auf Anschlag. Da muss man erstmal durch, bevor der Film seinen Rhythmus findet. Hat er den aber einmal, wird’s herrlich absurd. Max arbeitet sich durchs Rentnerinnen-Pensionat von New York und lässt nichts aus was dritte Zähne hat, sammelt Geld ein und verteilt Gewinnbeteiligungen wie Werbeflyer. 50% hier, 100% da, am Ende sind wir bei gefühlt 25.000% Ausschüttung, aber egal, das Stück wird ja eh ein Totalschaden.
Dann kommt die Premiere von „Frühling für Hi**er“ geschrieben von einem komplett verstrahlten Hi**er-Fan namens Franz und plötzlich explodiert die Comedy. Das ist der Moment, in dem der Film komplett zündet. Publikum, Chaos, Eskalation, genau dafür schaut man sowas.
Das Finale verliert mich dann wieder etwas.
Zu drüber, zu hektisch, zu weit weg vom Kern, der vorher so gut funktioniert hat.
Unterm Strich ein Film, der im Kontext seiner Zeit hervorragend funktioniert.
Die Ideen, die Frechheit und der Wahnsinn tragen das Ganze deutlich weiter als manche Inszenierung. Wer mit überzogenem Spiel nichts anfangen kann, wird anfangs kämpfen, aber spätestens beim Theater-Coup versteht man, warum das Ding Kultstatus hat.

7/10 Punkten. Achja die Ulla, Platinblond, Torpedo-BH, maximal aus der Zeit gefallen inszeniert, aber fairerweise muss man sagen sie war die Einzige, die bei dem ganzen Irrsinn professionell ihren Job macht.

MARK WAHLBERG VERSAUT DIE WM Elijah entwickelt eine revolutionäre Idee, ein Kondom, das nicht nur das Übliche abdeckt, s...
20/04/2026

MARK WAHLBERG VERSAUT DIE WM

Elijah entwickelt eine revolutionäre Idee, ein Kondom, das nicht nur das Übliche abdeckt, sondern die komplette Familienplanung einpackt. Verkaufsprofi Brad soll das Wunderprodukt brasilianischen Investoren zur WM präsentieren. Klingt nach Business-Trip, wird aber schnell zur internationalen Blamage.

Balls Up geht ca. 100 Minuten und ist ab 18 Jahren freigegeben. In den Hauptrollen Mark Wahlberg und Paul Walter Hauser und das Ergebnis ist vor allem eins, kompletter Quatsch und zwar die Sorte Quatsch, bei der man regelmäßig denkt
„Das ist unfassbar dämlich.“…und dann doch an zwei Stellen lacht. Was mehr über mich sagt als über den Film.
Die Story ist völlig entgleist. Weil die beiden das WM-Finale zwischen Brasilien und Argentinien ruinieren, hasst plötzlich ein ganzes Land ihre Existenz so sehr, dass diplomatische Beziehungen einfrieren. Natürlich, genau so funktioniert Außenpolitik. Danach geht’s auf der Flucht weiter zu Mafia-Typen, Öko-Killern und Vampirfischen. Der Film wirft Ideen in den Mixer und schaut einfach, was an der Wand kleben bleibt.
Was überraschend gut funktioniert, sind die Figuren. Vor allem Paul Walter Hauser rettet hier viel mit seiner Art. Ohne ihn wäre das Ding vermutlich komplett in den Graben gefahren. Auch nett sind die Seitenhiebe auf Fußball. Spieler, die nach einer leichten Berührung über den Rasen rollen, als hätte sie eine Bazooka getroffen, das hat schon einen giftig satirischen Kern.
Das Finale bringt dann die Erkenntnis, dass dich automatisch irgendein anderes Land lieben muss, wenn dich eins hasst und dass Kondome auch als Kopfkissen taugen.
Unterm Strich zu großen Teilen unlustig, komplett bekloppt und oft nah an der Mülltonne geparkt, aber zwischendurch blitzen tatsächlich Momente auf, in denen der Wahnsinn funktioniert.

4/10 Punkten. Ein Kondom über die Eier ziehen, erfunden von Männern für Männer, damit Frauen beim S*x kein „klatschendes Gefühl“ mehr haben. Manche Ideen scheitern nicht an der Technik, sondern schon beim ersten Satz im Pitch-Meeting.

FÄUSTE AUS EISEN, ABER EIN HERZ AUS ZUCKERWATTE Geon-woo wird neuer Box-Champion und feiert mit seinem Trainer Woo-jin d...
19/04/2026

FÄUSTE AUS EISEN, ABER EIN HERZ AUS ZUCKERWATTE

Geon-woo wird neuer Box-Champion und feiert mit seinem Trainer Woo-jin den verdienten Triumph. Hält nur leider nicht lange, denn IKFC-Boss Baek-jeong will ihn unbedingt für seine Underground-Kämpfe verpflichten. Da dieser darauf aber keinen Bock hat, muss Überzeugungskraft geleistet werden, mit gnadenloser Gewalt.

Bloodhounds 2 auf Netflix hat 7 Episoden à ca. 50 Minuten und bringt unsere beiden Prügelhelden zurück. Nur leider mit einer Story, die diesmal deutlich weniger Wumms hat als die erste Staffel.
Das Hauptproblem ist die Handlung tritt lange auf der Stelle. Der Oberboss will seinen Kampf, bekommt ihn aber natürlich nicht sofort. Also wird gestreckt, gesucht, gedroht, rumgefahren und noch ein bisschen gestreckt. Die Polizei rennt ebenfalls durch die Gegend und tut beschäftigt, erzeugt aber ungefähr so viel Spannung wie ein kaputtes Faxgerät.
Wenn die Serie aber das macht, was sie am besten kann, Kämpfen, dann liefert sie wieder ab. Die Fights sind hervorragend choreografiert. Jeder Treffer sitzt, jeder Punch hat Gewicht, egal ob im 1vs1 oder im Hordenmodus durch Häuser, Hotelflure oder im Käfig. Das ist roh, direkt und macht einfach Laune. Der Bösewicht, gespielt von Rain, ist das große Highlight.
Kalt, fies, kontrolliert und angenehm anders motiviert. Kein Weltherrschaftsquatsche, kein Tränenmonolog. Er will einfach nur beweisen, dass er der Beste ist.
Das Finale bringt dann pflichtbewusst die Trainingsmontage, den großen Showdown und den klaren Wink mit dem Zaunpfahl Richtung Staffel 3. Leider ist gerade die Trainingsphase deutlich schwächer als in Staffel 1. Eine echte Enttäuschung bleibt für mich Woo-jin. Der Mann kassiert gefühlt mehr Treffer als ein Sandsack und gewinnt nichts. Wenn das dein Co-Star ist, darf er mal glänzen und nicht nur simpel Zahnarzttermine sammeln.
Unterm Strich bleibt eine zweite Staffel, die fast überall leicht schwächer ist als die erste, außer beim Antagonisten. Trotzdem bleibt das Ganze unterhaltsam, kurzweilig und kämpferisch auf hohem Niveau.

7/10 Punkten. Wenn eine junge Frau die Polizei vorführt und das große asiatische Overacting startet, kann ich nicht ernst bleibe

EINEN TOTEN TÖTEN? TOT IM QUADRAT? Acht Jahre nach ihrer Entführung in Kairo taucht Katie plötzlich wieder auf. Die Fami...
17/04/2026

EINEN TOTEN TÖTEN? TOT IM QUADRAT?

Acht Jahre nach ihrer Entführung in Kairo taucht Katie plötzlich wieder auf. Die Familie lebt inzwischen in New Mexico und fällt aus allen Wolken. Sie lebt, mehr oder weniger. Denn Katie hat die ganze Zeit in einem uralten Sarkophag verbracht. Statt Klinik, Spezialisten oder irgendwas mit gesundem Menschenverstand heißt es, ab nach Hause, Familie regelt das schon.

Lee Cronins The Mummy geht ca. 135 Minuten und ist ab 18 Jahren freigegeben. Wir haben hier einen Horrorfilm, der atmosphärisch einiges richtig macht. Die Stimmung sitzt, die Mythologie hat Biss und das Übernatürliche funktioniert am besten, wenn man einfach sagt „Ja gut, schweben, Zehen unter Türen ablecken, Magie, wird schon so sein also Hirn aus.“
Leider gilt das nicht für den Rest. Denn der Film stapelt Logiklöcher wie andere Leute Bauklötze. Papa Charlie jagt jemanden durch einen Sandsturm, als hätte er Scheibenwischer auf den Augen. Im Haus wird unter dem Teppich Blut entdeckt und keinen juckts. Es wird sich durch die Decke gegraben und keinen juckts. Das Loch ist später übrigens weg. Dazu kommt ein extrem nerviger Erzähltrick, immer wenn etwas eskaliert oder spannend wird, Schnitt nächste Szene. Keine Reaktion, keine Auflösung, kein Nachhall.
Dabei ist das Familiendrama spannend. Der Vater will verstehen, was mit seiner Tochter passiert ist. Die Mutter glaubt, Liebe heilt alles. Die Oma setzt auf Jesus, blöd nur das die Mumie 3000 Jahre älter ist und offensichtlich nen stärkeren Pump hat als der Jung mit dem Kreuz.
Der Film braucht leider viel zu lange, um mal auf den Punkt zu kommen. Er deutet an, baut auf, schleicht herum und wenn es knallen könnte, stolpert er über sich selbst.
Das Finale serviert eine Expositionskeule per VHS, Finger im Halsloch erlaubt reden und einen Kreislauf-Twist, der auf dem Papier clever wirkt, in der Praxis aber eher nach Drehbuch in letzter Minute aussieht.
Unterm Strich ein Film mit starker Atmosphäre und interessanter Mythologie, der sich aber mit Fehlern, erzählerischen Brüchen und einem unrunden Ende selbst ausbremst.

5/10 Punkten. Ein uralter Dämon, der keine Familien mag? Vielleicht schwere Kindheit gehabt?

SCHEIẞ AUF PARKINSONPaul hat Parkinson und muss lernen, dass man gegen manche Dinge nicht gewinnen kann, nur entscheiden...
15/04/2026

SCHEIẞ AUF PARKINSON

Paul hat Parkinson und muss lernen, dass man gegen manche Dinge nicht gewinnen kann, nur entscheiden, wie man ihnen begegnet. Jimmy versucht sich an Dates, wird aber von der Erinnerung an seine verstorbene Frau sabotiert. Dazu kommen Babychaos, Abschiede, Verlobungen und jede Menge emotionaler Kollateralschaden.

Shrinking – Staffel 3 auf Apple TV+ hat 11 Episoden mit je ca. 35 Minuten Laufzeit und bestätigt endgültig, diese Serie gehört zum Besten, was im Comedy-Drama-Bereich läuft. Was hier so stark ist, keine Figur fühlt sich wie Füllmaterial an. Jeder bekommt Raum, Entwicklung und echte Momente.
Du lachst dich in einer Szene kaputt und zehn Minuten später sitzt du da wie emotional überfahren. Das schafft kaum eine Serie so sauber.
Jimmy ist dabei weiterhin das emotionale Zentrum. Man wünscht ihm neues Glück, versteht aber komplett, warum er nicht einfach loslassen kann. Seine Trauer ist nicht aufgesetzt, nicht melodramatisch, sondern unangenehm echt. Paul ist ein eigenes Highlight. Wie die Serie mit seiner Krankheit umgeht, ist stark geschrieben. Nicht nur traurig, nicht nur inspirierend, sondern menschlich. Stolz, Angst, Humor, Würde, alles gleichzeitig. Dann Gaby, was sie für eine Szene mit Louis bekommt, ist pures Dynamit. Louis, der Mann, der Jimmys Frau getötet hat und inzwischen fast zum Freundeskreises gehört, bekommt von ihr einen Einlauf verpasst, der komplett sitzt. Roh, ehrlich, ohne Filter.
Schauspielerisch ist das oberstes Regal,
Jason Segel, Harrison Ford, Jessica Williams alle liefern und selbst kleinste Rollen bekommen Szenen, die passen.
Das Finale ist genau deshalb so stark, weil nicht einfach jeder geschniegelt ins Glück reitet. Für viele beginnt etwas Neues, für Jimmy eben nicht wirklich und genau das versteht die Serie. Das Leben besteht nicht nur aus Sonnenschein, sondern auch aus Narben die man mit sich trägt.
Unterm Strich wieder eine fantastische Staffel. Figuren, Humor, Schmerz, Timing alles auf hohem Niveau. Keine Leerlaufminute, keine verschenkte Szene.

10/10 Punkten. Wenn Jason Segel mit Cobie Smulders ausgeht, sind Marshall-und-Robin-Vibes unvermeidbar. Irgendwie falsch, irgendwie süß, irgendwie perfekt.

SCHWARZ PASST ZU ALLEN, SOGAR ZU BLUTFLECKEN Grace wacht im Krankenhaus auf, nachdem sie das Familienschlachtfest überle...
14/04/2026

SCHWARZ PASST ZU ALLEN, SOGAR ZU BLUTFLECKEN

Grace wacht im Krankenhaus auf, nachdem sie das Familienschlachtfest überlebt hat. Normale Menschen würden jetzt eine Therapie brauchen. Grace bekommt stattdessen die Chance auf den hohen Stuhl des Kults. Kleine Bedingung, noch eine Nacht bis Sonnenaufgang überleben, angekettet an ihre Schwester.

Ready or Not 2 geht ca. 110 Minuten und ist ab 16 Jahren freigegeben. Wieder mit Samara Weaving in der Hauptrolle und erneut irgendwo zwischen Horror, Satire und blutigem Familienausflug.
Leider ist das Ganze fast in allen Bereichen schwächer als der erste Teil. Das größte Problem ist es fehlt der Spaß am Chaos.
Im Vorgänger lebte vieles von der Mischung aus Spannung, schwarzem Humor und komplett unfähigen Gegnern. Hier gibt’s davon nur Reste. Ein kreativer Kill sticht heraus, der Rest läuft eher unter „ja, passiert halt“. Dazu kommt die Dynamik der beiden Schwestern. Sobald Zeit für Gespräche ist, werden Vorwürfe verteilt wie Gratisproben im Supermarkt. Inhaltlich nachvollziehbar? Teilweise.
Dramaturgisch? Vor allem zäh, anstrengend und einfach nur nervig.
Nicht jedes "Trauma" braucht zehn Minuten Streitdialog mit Dauerblick in die Ferne.
Die Antagonisten bleiben ebenfalls blass.
Weder ikonisch noch herrlich bekloppt, nicht mal richtig hassbar und wenn die Bösewichte in so einem Film egal sind, wird’s schwierig.
Humor ist kaum vorhanden. Slapstick befindet sich komplett im Urlaub. Nur der Pfefferspray-Kampf ist wirklich stark.
Das Finale überrascht immerhin mit einer Idee, die nicht komplett auf der Hand lag.
Unterm Strich eine Fortsetzung, die dem Vorgänger fast überall unterliegt.
Weniger Witz, weniger erinnerungswürdige Gegner, weniger Biss. Dafür liefert Elijah Wood als Scene-Stealer in jeder Szene ab und erweitert die Kult-Lore deutlich interessanter als der Rest des Films.

5,5/10 Punkten. Im Klinikkittel kämpfen? Unmöglich, lieber wieder das blutverschmierte Hochzeitskleid anziehen. Wegen bequem?

EIN WENIG REIZÜBERFLUTUNG GEFÄLLIG Prinzessin Rosalina wird von Bowser Jr. entführt. Ein Sternenkind bittet Peach um Hil...
13/04/2026

EIN WENIG REIZÜBERFLUTUNG GEFÄLLIG

Prinzessin Rosalina wird von Bowser Jr. entführt. Ein Sternenkind bittet Peach um Hilfe, die sich sofort mit Toad auf den Weg macht. Gleichzeitig will Bowser Jr. seinen Vater befreien, denn gemeinsam zerstört sich das Universum besser um Herrscher vom Aschehaufen zu werden.

Der Super Mario Galaxy Film geht ca. 100 Minuten und ist ab 6 Jahren freigegeben. Wir haben hier die Fortsetzung des Klempner-Abenteuers, nur mit dem kleinen Haken, dass Mario und Luigi fast Statisten im eigenen Film sind. Stattdessen liegt der Fokus auf Peach, Rosalina und den beiden Bowsers. Mario, Luigi und Yoshi dürfen hauptsächlich Slapstick machen, vor Dingen wegrennen, durch bunte Welten hüpfen und so tun, als wären sie wichtig.
Yoshi frisst Leute und legt Eier, warum?
Weil Nintendo beschlossen hat Fragen sind was für andere Franchises und ja, das macht stellenweise Spaß.
Der Film ist knallig bunt, schnell, laut und voller kleiner Gags. Gerade für Kinder funktioniert das hervorragend. Wenn im Kino viel gelacht wird und das hat es, hat der Film sein Publikum gefunden.
Das Problem ist nur, er ballert dir permanent alles gleichzeitig ins Gesicht.
Manche Level, etwa das Casino, wirken wie ein epileptischer Fiebertraum mit Faustkämpfen. Da tritt Peach so vielen Wesen die Seele aus dem Leib, dass selbst Scott Adkins kurz respektvoll nicken würde.
Dazu kommt das es kaum Handlung gibt.
Nichts wird erklärt, vieles taucht einfach auf und verschwindet wieder.
Wer war der Frosch im Casino?
Warum funktioniert dieses Power-up so?
Antwort des Films, bunte Lichter, halt die Klappe und iss dein Popcorn.
Das Finale eskaliert komplett mit Power-ups, Effekten und Dauerfeuer. Sieht cool aus, klar, aber emotional oder erzählerisch bleibt da wenig hängen.
Unterm Strich schwächer als der Vorgänger. Zu viel Krach-Bumm statt Geschichte, zu viele Figuren ohne Profil und Hauptcharaktere, die eher Deko sind.
Aber, die Bowsers funktionieren, die Farben knallen ordentlich und es gibt genug niedliche Momente.

6/10 Punkten. Bowser Jr. zerhackt mit seiner Pinselaxt ganze Säulen, aber Marios Buch bleibt ganz, is klar.

MIT’N ANWALT AUFM KLO Reef Hawk war schon als Kind ein Star, heute ist er Hollywood-Promi mit Ego, Problemen und offenba...
12/04/2026

MIT’N ANWALT AUFM KLO

Reef Hawk war schon als Kind ein Star, heute ist er Hollywood-Promi mit Ego, Problemen und offenbar sehr fragwürdigen Freizeitaktivitäten. Dann wird er erpresst, entwickelt Kamera-Paranoia und muss sich zusammen mit Freunden und Anwälten eingestehen, dass Koks von Puppenhintern schnüffeln nicht cool ist.

Outcome geht ca. 85 Minuten und ist ab 16 Jahren freigegeben. Mit Keanu Reeves, Cameron Diaz, Jonah Hill, Martin Scorsese und weiteren Namen, bei denen man denkt:
„Das muss doch unterhaltsam werden.“
Wird es nicht.
Der Film nennt sich Komödie, liefert aber ungefähr so viele echte Lacher wie ein Steuerseminar. Ein paar Szenen von Jonah Hill funktionieren halbwegs, der Rest ist tote Luft mit Promi-Besetzung.
Die Story dreht sich um einen Typ, der alle Menschen in seinem Umfeld vergrault hat und jetzt herausfinden muss, wer ihn erpresst. Dazu noch ein bisschen „Hollywood ist fake“ als Erkenntnis, die ungefähr seit 70 Jahren niemanden mehr überrascht. Das Ganze ist so spannend wie Eis beim Schmelzen zuzusehen.
Keanu Reeves wirkt leider komplett neben sich. Wobei man fair sein muss, das trifft hier fast alle. Niemand scheint zu wissen, welchen Film er gerade spielt. Aus 100 Gags landen vielleicht drei und selbst die zünden eher nach dem Motto, Mitleid.
Besonders wild ist die Figurenentscheidungen, die wirken, als hätte man Rollen per Zufall verteilt. Wieso eine Drew Barrymore als Karen darstellen?
Das Finale liefert die Auflösung um den Erpresser, das eigentliche Druckmittel und nochmal einen soliden Moment für Jonah Hill als Anwalt.
Unterm Strich ein Film, der weder lustig noch spannend noch clever ist. Große Namen, kleine Wirkung und wenn selbst gute Darsteller hier aussehen, als wollten sie lieber woanders sein, ist das selten ein gutes Zeichen.

2/10 Punkten. Warum bleiben Freunde bei Stars, die sie mies behandeln?
Wahrscheinlich wegen der Erinnerung an die Zeit, wo genau dieser Mensch da war, wenn andere es nicht waren.

GELD IST GEDRUCKTE FREIHEIT Juli 1990, die letzten Atemzüge der DDR. Jobs wackeln, Zukünfte sind ungewiss und das eigene...
05/04/2026

GELD IST GEDRUCKTE FREIHEIT

Juli 1990, die letzten Atemzüge der DDR. Jobs wackeln, Zukünfte sind ungewiss und das eigene Geld bald wertlos. Maren, Robert und ihre Nachbarschaft stehen vor diesen Problemen, bis sie Abermillionen Ost-Mark finden. Blöd nur, es bleiben drei Tage, um das Ganze irgendwie umzutauschen. Also wird geplant und improvisiert, um dem neuen Staat ein Schnippchen zu schlagen.

Zwei zu eins geht ca. 115 Minuten und ist ab 6 Jahren freigegeben. Mit Sandra Hüller in der Hauptrolle und basierend auf einer wahren Geschichte rund um die letzten Tage der DDR. Die Grundidee ist an sich wirklich stark. Ein System bricht zusammen und Menschen versuchen, aus dem Chaos noch das Beste rauszuholen. Moralisch irgendwo zwischen „clever“ und „naja, auch nicht ganz sauber“. Gerade der Gedanke, dass viele sich schlicht zurückholen wollen, was ihnen eh genommen wird, hat ordentlich Wucht.
Das große Problem jedoch, der Film macht daraus… einen halben Schlafkurs. Da liegt so viel Potenzial auf dem Tisch wie Zeitdruck, große Summen, moralische Grauzonen und der Film entscheidet sich konsequent für keine Spannung, kaum Tempo und null Dringlichkeit geschweige denn Konsequenzen.
Statt Nervenkitzel gibt’s das Gefühl, man schaut Leuten beim Wäscheaufhängen zu. Dann wird uns noch ein Liebesdreieck reingedrückt, das ungefähr so sinnvoll ist wie ein Regenschirm in der Badewanne. Bringt nichts für die Handlung, nervt eher und zieht das Tempo weiter runter. Die Dialoge machen’s nicht besser. Nuschelig, teilweise schwer verständlich, aber zwischendurch durch werden wieder Knaller rausgehauen wo man sich denkt, wieso nicht die ganze Zeit so? Genau das ist der größte Knackpunkt, alles, was hier erzählt wird, stimmt historisch ziemlich gut, aber es wird so leblos präsentiert, dass es nicht packt.
Unterm Strich ein Film mit starker Grundlage, der es aber schafft, sich selbst komplett die Luft rauszunehmen. Weder wirklich spannend noch emotional mitreißend oder interessant gestaltet.

4/10 Punkten. Das Beste ist tatsächlich der Abspann. Da werden echte Fakten auf den Tisch gelegt, die auch interessant sind.

BEI SCI-FI ESKALIERT ES MANCHMAL Xavier sucht weiter nach seiner Frau und klammert sich an die Hoffnung, dass die Erde d...
04/04/2026

BEI SCI-FI ESKALIERT ES MANCHMAL

Xavier sucht weiter nach seiner Frau und klammert sich an die Hoffnung, dass die Erde doch nicht komplett hinüber ist. Draußen warten jedoch keine Blumenwiesen sondern Leute, die dir im Zweifel lieber eins überziehen. Im Bunker wird’s auch nicht gemütlicher, Reaktoren sind am Limit, Misstrauen kocht hoch und bewaffnete Soldaten warten vor der Tür.

Paradise Staffel 2 hat 8 Episoden mit je ca. 50 Minuten Laufzeit und macht im Grunde genau das, was man von einer Fortsetzung erwartet, größer, breiter, mehr Figuren und natürlich mehr Drama. Diesmal geht’s raus aus dem Bunker und jede Folge fokussiert sich auf eine andere Figur. Highlight ist ganz klar Annie in Graceland. Ihr Blick auf den Anfang vom Ende ist spannend und wirkt auch angenehm greifbar. Man merkt richtig, wie die Situation langsam kippt und sie Schritt für Schritt an ihre Grenzen bringt.
Die Soldaten sind solide. Motivation eher naja, aber immerhin nicht hanebüchen.
Xavier selbst bleibt der rote Faden für den Zuschauer. Seine „Ich suche meine Frau“-Story ist okay, aber eher Pflichtprogramm, damit man weiß, woran man sich festhalten soll.
Deutlich besser funktioniert diesmal der Bunker-Part mit Sinatra, Jane und Nicole.
Mehr Spannung, mehr Dynamik und vor allem Konsequenzen. Hier traut sich die Serie auch, Figuren rauszunehmen.
Manchmal fragt man sich „Warum kriegt die Person noch eine Rückblende, wenn sie fünf Minuten später eh Geschichte ist?“
Gegen Ende schwächelt das Ganze leider etwas. Ein paar Folgen fühlen sich unnötig gestreckt an und die Logik ist stellenweise so dünn, dass man kurz überlegt, ob man aus Versehen in eine Parodie gerutscht ist.
Gerade Folge 5 mit dem Postboten, da könnte man schreien.
Das Finale setzt noch einen drauf mit Wahrsager-Gedöns und Fortsetzungsköder für Staffel 3.
Unterm Strich eine Staffel, die insgesamt besser funktioniert als die erste, vor allem dank der neuen Figuren. Die Perspektiven auf den Weltuntergang sind anfangs noch spannend, nutzen sich aber mit der Zeit ab.

7/10 Punkten. Eine Rechenaufgabe lösen, bevor sie überhaupt gestellt wurde… selbst für Sci-Fi ist das nicht visionär, sondern Humbug.

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