Brotfabrik Kino

Brotfabrik Kino Das Programmkino im Berliner Kunst- und Kulturzentrum Brotfabrik am Caligariplatz

02/06/2026

Signal One

5.6. | 19 Uhr

D/SRB 2026 | 18 min | Kurzspielfilm | R: Arijana Kovacic | OmeU

West-Berlin, 1977. Igor, ein junger Philosophiestudent aus Belgrad, reist in die geteilte Stadt, um seine Verwandten zu besuchen. Ohne feste Erwartungen an die fremde Metropole wird er jäh von der rohen Energie der aufkeimenden Punk-Bewegung erfasst. Er trifft Petra, deren persönliche Tragödie den politischen Konflikt der Zeit unmittelbar greifbar macht.
»Signal One« ist eine atmosphärische Zeitreise in Berlin, das zwischen Aufruhr und Stillstand schwankte. Der Film wurde im Januar 2026 während des großen Stromausfalls im Berliner Südwesten gedreht und fängt eine ganz eigene, düstere Authentizität ein. Nach der erfolgreichen Premiere in Belgrad kommt die Koproduktion nun in die Stadt, in der die Geschichte ihren Ursprung nahm. Mit einem Soundtrack und Cast der Belgrader Band »Dram« erzählt der Film die Geschichte vom Mut, die eigene laute, ungehorsame und unversteckte Stimme zu finden.

Premiere in Anwesenheit der Regisseurin und weiterer Crew-Mitglieder.

Tickets: 9€/ erm. 7€

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02/06/2026
02/06/2026

Verflucht Normal

4.6. | 21 Uhr, 5.6. | 20:15 Uhr, 6.6-10.6. | 20:45 Uhr

UK 2025 | 121 min | Spielfilm | R: Kirk Jones | DF + OmU

Dass die Queen ein unkontrollierbares »Problemkind« mal mit dem Orden des British Empire auszeichnen würde, damit hätte wohl niemand gerechnet – am allerwenigsten John Davidson selbst.
In den frühen 1980er Jahren wächst John (Scott Ellis Watson) in einer schottischen Kleinstadt auf. Im Alter von 12 Jahren beginnt er unter heftigen nervösen Tics zu leiden. Aufgrund dieser erst Jahre später als Tourette-Syndrom diagnostizierten Erkrankung wird sein Leben zu einem endlosen Spießrutenlauf.
(...)
Als perfekte Mischung aus warmherziger Underdog-Komödie und Sozialrealismus vereint »Verflucht Normal« gleich zwei große britische Kinotraditionen. Basierend auf der Lebensgeschichte des echten John Davidson, erzählt »Verflucht Normal« mit einfühlsamem Humor und großer Wärme davon, wie er trotz seiner Tourette-Erkrankung, trotz Ausgrenzung und mangelndem Verständnis seinen Weg findet und schließlich zu einem der bekanntesten Aktivisten für Tourette-Aufklärung wird.

Tickets: 9€/ erm. 7€

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01/06/2026

Ich verstehe ihren Unmut

4.6., 5.6. | 17:15 Uhr, 6.6.-10.6. | 19 Uhr 

DE 2025 | 90 min | Spielfilm | R: Kilian Armando Friedrich

Heike (59) arbeitet als Objektleiterin in der Gebäudereinigung und vermittelt täglich zwischen Kunden, Unternehmensleitung und Reinigungskräften. Nachdem sie versucht hat, eine Arbeitskraft eines wichtigen Subunternehmers abzuwerben, droht dieser, seine Unterstützung einzustellen, sofern er nicht mehr Stunden und Umsatz erhält. Heike gerät zunehmend in einen Konflikt zwischen ihrer Verantwortung gegenüber den eigenen Mitarbeitern und den Bedingungen des Niedriglohnsektors.

Tickets: 9€/ erm. 7€

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01/06/2026

Of Mud and Blood – Kongo: Im Rausch der Hoffnung

4.6. | 19 Uhr, 6.6.-10.6. | 17:15 Uhr

F/D 2024 | 90 min | Dokumentarfilm | R: Jean-Gabriel Leynaud | OmU

»Of Mud and Blood« ist eine immersive Erkundung des Alltagslebens in Numbi, einer kleinen Stadt, die in den Bergen des Kongo »verloren« ist, aber für die westliche Welt eine wichtige Rolle spielt. Unter dem drohenden Schatten des Vulkans Nyiragongo bauen die Menschen dort mit bloßen Händen das Coltan-Erz ab, auf das wir nicht mehr verzichten können. Das „graue Gold“, ein Rohstoff, der für unsere Computer, Telefone und fast alle elektronischen Geräte unverzichtbar ist, ist der Preis in einem endlosen Krieg. Numbi ist von Soldaten und Rebellen umzingelt, die auf das wertvolle Mineral scharf sind. Niemand kann sagen, ob es sich um eine Reihe von Kriegen handelt oder um einen einzigen Konflikt, der sich über Jahrzehnte hinzieht. Die Feinde von gestern graben gemeinsam.
(…)

Angesichts des sozialen Chaos und der Unfähigkeit der Regierung, die Minen zu verwalten, hat sich eine informelle Wirtschaft entwickelt. Die Dorfbewohner sind das Herzstück dieser Wirtschaft, profitieren aber nicht wirklich davon. Letztlich kommt diese Situation allen anderen zugute: Das Coltan wird zu möglichst niedrigen Kosten geliefert.

Schweigen ist also die Regel, um sicherzustellen, dass sich nichts ändert. In Numbi nehmen die Menschen ihre Schaufeln und Bündel in die Hand und graben weiter, wieder und wieder, um Erz zu finden und einen weiteren Tag zu überleben…

Tickets: 9€/ erm. 7€

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31/05/2026

Reupload, wegen falschem Bild

Scherbenland

1.6. | 20:30 Uhr, 2.6., 3.6. | 18:45 Uhr, 18.6. | 17 Uhr

D 2026 | 100 min | Dokumentarfilm | R: Lutz Pehnert & Ferdinand Hübner

»Scherbenland« erzählt von einer Band, deren erstes Album mit der Frage begann: »Warum geht es mir so dreckig?« – und von einer Stadt, die durch ihre Lieder verändert wurde. Anfang der 1970er Jahre wird Kreuzberg zum Experimentierfeld einer Gegenkultur. Mit Songs wie »Macht kaputt, was euch kaputt macht«, »Alles verändert sich« und »Der Traum ist aus« geben Ton Steine Scherben einer Generation eine Stimme. Ihre Musik begleitet Hausbesetzungen, politische Kämpfe und die Suche nach einem anderen Leben.
Der Film folgt den Spuren dieser Zeit und fragt: Was ist von diesem Aufbruch geblieben? Und was passiert, wenn die Hymnen der Scherben auf die Songs der Gegenwart treffen? Im Berlin von heute begegnet »Scherbenland« Musikern, deren Lieder vom Leben im Kiez erzählen – darunter das Rap-Trio RAPK und die Songwriterin Maike Rosa Vogel. Ihre Musik entsteht aus dem Alltag eines Bezirks, der sich zwischen Mythos, Gentrifizierung und neuer kultureller Energie bewegt. Ein Film über Musik und Poesie als Widerstand – damals und heute. Und über die Frage, ob beides noch immer die Kraft hat, eine Stadt zu verändern.
Am 1.06., 20:30 Uhr, in Anwesenheit des Regisseurs Lutz Pehnert.

Tickets: 9€/ erm. 7€

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30/05/2026

Wolves

1.6. | 18:45 Uhr, 2.6., 3.6. | 20:45 Uhr, 14.6. | 21 Uhr

CH 2025 | 96 min | Spielfilm | R: Jonas Ulrich | OmU

Luana ist Anfang Zwanzig und will raus aus ihrem öden Alltag, in dem sie immer noch mit ihrer Mutter und dem todkranken Vater zusammenlebt. Auch in ihrem Job als Erzieherin im örtlichen Kindergarten fühlt sie sich festgefahren. Da kommt der Vorschlag ihres Cousins Domi ganz gelegen, doch einfach mal im Proberaum seiner neuen Black-Metal-Band WLVS abzuhängen. Dort trifft Luana auf den charismatischen Frontmann Wiktor und schon bald ist sie fasziniert – von dem jungen Sänger, von der aggressiven Musik, die den Kopf freimacht und von den exzessiven Nächten in abgerockten Underground-Clubs. Als die Band im Umland auf Tour geht, ist Luana sofort dabei, verkauft Merchandise auf den Konzerten und kümmert sich um den Social-Media-Auftritt der WLVS. Zwischen ihr und Wiktor entwickelt sich eine Beziehung, und zurück in der Schweiz zieht sie bei ihm ein. Doch sein Verhalten bleibt unberechenbar – mal zärtlich, mal abweisend. Als ein Konzertvideo im Internet ein problematisches Tattoo auf Wiktors Brust offenbart, droht die Band auseinanderzubrechen. Der Machtkampf zwischen Domi und Wiktor spitzt sich zu, verstärkt durch zunehmende Online- Aufmerksamkeit und erste Anschuldigungen. Luana gerät immer tiefer in eine gewaltbereite Subkultur, in der extreme Ansichten zum Alltag gehören, und Wiktor ist ein Teil dieser Welt. Als die lodernden Feuer der Sonnenwendfeier die Nacht erhellen, muss sich Luana entscheiden, wem sie vertrauen will, bevor der unheilvolle Sog sie endgültig in den Abgrund reißt …

Tickets: 9€/ erm. 7€

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Caligariplatz 1
Berlin
13086

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