Brotfabrik Kino

Brotfabrik Kino Das Programmkino im Berliner Kunst- und Kulturzentrum Brotfabrik am Caligariplatz

09/09/2026

Lesbar zu sein ist der programmatische Anspruch der Literaturzeitschrift Drecksack. Jetzt is...

09/09/2026

Der DreckSack bin ich – Florian Günther im Portrait

11.9. | 20:30 Uhr + 12.9., 13.9. | 19 Uhr

D 2026 | 86 min | Dokumentarfilm | R: Marcel Schreiter und M. Kruppe

Seit 2010 gibt der Autor und Fotograf Florian Günther in Berlin die Literaturzeitschrift »Der DreckSack« heraus. Darin veröffentlicht er Texte und Bilder von Undergorund-Dichter, von Oscarpreisträgern, Gefängnisinsassen, von Obdachlosen. Der Film »Der DreckSack bin ich« porträtiert Florian Günther und sein unstetes Leben zwischen Kiez und Kunst. Und er lässt die Beitragenden der »lesbaren Zeitschrift für Literatur«, wie sich der DreckSack nennt, zu Wort kommen: Szene-Legenden wie Bert Papenfuß und Gerd Schönfeld, den Kultautor Franz Dobler, den TAZ-Redakteur Peter Merk, den Fotograf Michael Dressel, die Bloggerin Susann Klossek oder den Lyriker Johannes Jansen.

Am 11.9, 20:30 Uhr in Anwesenheit von Florian Günther und den Regisseuren Marcel Schreiter und M. Kruppe.

Tickets: 9€/ erm. 7€

Wir freuen uns schon sehr auf euch 🧡







07/09/2026

Vaterland

10.9. | 19:15 Uhr
11.9. | 18:45 Uhr
12.9., 13.9. | 20:45 Uhr
14.9. | 19 Uhr
15.9. | 17 Uhr
16.9. | 19 Uhr
17.9. | 21 Uhr
18.9., 19.9. | 20:45 Uhr
20.9. | 16:30 Uhr
21.9. | 19 Uhr
22.9. | 18:30 Uhr
23.9. | 19 Uhr
26.9. | 15:30 Uhr
28.9., 29.9., 30.9. | 19 Uhr

D/PL/IT/F 2026 | 82 min | Spielfilm | R: Paweł Pawlikowski | Spielfilm | Deutschland, Polen, Italien, Frankreich | 82 Minuten

Nach dem Ende des Zweiten Weltkriegs begeben sich Literaturnobelpreisträger Thomas Mann (Hanns Zischler) und seine Tochter, die Schauspielerin, Autorin und Kabarettistin Erika (Sandra Hüller), auf eine Reise durch ein Deutschland in Trümmern – von Frankfurt in der amerikanischen Besatzungszone bis ins sowjetisch kontrollierte Weimar. Zum Goethe-Jubiläum wünscht man sich auf beiden Seiten der innerdeutschen Grenze Worte des Trostes, der Zustimmung und der Vergebung vom größten aller Erzähler. Zwischen euphorischen Wagner-Erben und literarisch versierten Generälen wird Deutschlands wichtigster Schriftsteller hofiert und manchmal auch beschimpft, während das Drama seiner eigenen Familie leise eskaliert. Es ist das erste Mal seit dem Krieg, dass Thomas Mann in sein Heimatland zurückkehrt, aus dem er einst ins Exil geflohen war. Eine Reise in die verwundete deutsche Seele, die heilen soll – sie wird für Erika und den Zauberer, wie seine Kinder Thomas Mann oft nannten, zu einer Reise ins Innerste.
Nach dem Oscar-prämierten »Ida« und dem vielfach ausgezeichneten Drama »Cold War – Der Breitengrad der Liebe« (Beste Regie in Cannes, fünf Europäische Filmpreise, darunter für den Besten Film) erzählt Paweł Pawlikowski in überragenden Kinobildern eine große deutsche Familiengeschichte im Tumult der Nachkriegszeit. Mit zarter Unerbittlichkeit überblendet »Vaterland« den Nullpunkt der deutschen Geschichte mit dem Finale einer Familiensaga. Eine intensive filmische Erfahrung, getragen von einem überragenden Ensemble.

Tickets: 9€/ erm. 7€

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07/09/2026

Bernd – Operation Germanenkind

10.9. | 20:45 Uhr + 14.9., 16.9. | 20:30 Uhr

D 2025 | 93 min | Spielfilm | R: Cornelius Schwalm

Bernd arbeitet als Schauspieler mit Behinderung in einem linken Berliner Künstlerkollektiv. Mit ihrem neuen Stück reisen sie nach Peenemünde, das vor allem für die Raketenentwicklung in der einst dort stationierten Heeresversuchsanstalt bekannt ist. Bernd, der zunehmend vom Dritten Reich fasziniert ist, demonstriert seine rechten Tendenzen: laut, sexistisch, rassistisch, respektlos – ein Affront gegen jede moralische Gewissheit der Gruppe. Mit jeder seiner Provokationen zerbricht zunehmend mehr von ihrer Toleranz. Aus Haltung wird Hass, aus Humanismus Gewalt. Am Ende prügeln jene, die sich für die besseren Menschen halten, wie Barbaren auf ihn ein – und aus Demokraten werden exzentrische Wutbürger.
Eine Dystopie über Moral, Macht und die dünne Haut der Demokratie.
Bernd ist ein böser Komiker, ein Anarchist mit aufgemaltem Bart, der uns seine Schelmenkappe überstülpt.

10.9., 20:45 Uhr, in Anwesenheit des Regisseurs Cornelius Schwalm.

Tickets: 9€/ erm. 7€

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07/09/2026

Albrecht Weinberg – Es ist immer in meinem Kopf

10.9. | 17:30 Uhr
11.9. | 17 Uhr
12.9. – 14.9., 16.9. | 17:15 Uhr
19.9. | 15:15 Uhr

D 2026 | 90 min | Dokumentarfilm | R: Güner Yasemin Balci & Jesco Denzel

Albrecht Weinberg überlebt den Holocaust. Sechzig Jahre nach dem Exil in Amerika kehrt er in seine alte Heimat Ostfriesland zurück. Nicht, weil er Deutschland noch einmal sehen will, sondern weil er fast blind ist und auf Hilfe angewiesen ist. In Leer kommt er am vermeintlichen Ende seines Lebens an — und findet dort etwas, womit niemand mehr gerechnet hat: einen Neubeginn an der Seite von Gerda Dänekas, einst seine Pflegerin, nun seine Freundin und Mitbewohnerin. Zusammen sind sie die älteste WG Deutschlands. Und Albrecht beginnt zu erzählen: von seinem Leben, von »Mama« und »Papa«, von dem, was bleibt, wenn alles verloren ging. Der Zuschauer erlebt, wie Schüler neben dem alten Mann im Rollstuhl hinknien und in Tränen ausbrechen, weil die Wucht seiner Geschichte kaum auszuhalten ist. Albrecht trägt das Grauen in seinem Kopf und im Herzen ein kindliches Vertrauen gegenüber den Menschen, die ihm begegnen. Zugewandt, liebevoll, immer neugierig und offen. Selbst ein ehemaliger Wehrmachtssoldat, der ihm begegnet, kann daran nichts ändern. Albrecht weint, er lacht, er fährt mit dem Leeraner Bürgermeister Karussell und erinnert sich an jedes Detail einer Vergangenheit, die nicht vergehen darf. Bis zuletzt bleibt seine größte Angst das Vergessen. Albrecht Weinberg starb am 12. Mai im Alter von 101 Jahren. Er hinterlässt Hunderte Freunde und Weggefährten sowie seine beste Freundin Gerda, die nun nicht mehr mit Albrecht, aber mit seinem Film durch Deutschland reist – gegen das Vergessen.

Tickets: 9€/ erm. 7€

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07/09/2026

Pankower Kulturgespräche 10 | Das zweite Leben des Friedrich Wilhelm Georg Platow

9.9. | 20:30 Uhr

Dr. Andreas Bossmann im Gespräch mit Hans-Eckhardt Wenzel
Film: Das zweite Leben des Friedrich Wilhelm Georg Platow

Das Kulturforum Berlin Nordost e. V. und Glashaus e. V. veranstalten gemeinsam die Reihe »Pankower Kulturgespräche«. Dr. Andreas Bossmann stellt im Rahmen eines Gesprächs einen Gast aus der Kultur- und Filmszene vor. In Bezug zu dessen Leben und künstlerischem Schaffen wird danach im Kino der Brotfabrik ein Film gezeigt, zu dem der Gast eine besondere Beziehung hat.

Gesprächsgast im 10. Pankower Kulturgespräch ist Hans-Eckardt Wenzel (geb.1955). Wenzel ist einer der vielseitigsten und bekanntesten Musiker, Sänger und Komponisten der Gegenwart, der bisher über 50 CDs mit seinen Liedern veröffentlicht hat. Zu seinen literarischen Arbeiten zählen mehrere Gedichtbände, gesellschaftspolitische Essays und Bücher über Konrad Wolf und Rainer Werner Fassbinder, die er zusammen mit Antja Vollmer veröffentlicht hat.

Anschließend wird der DEFA-Spielfilm »Das zweite Leben des Friedrich Wilhelm Georg Platow« (1973) von Siegfried Kühn gezeigt. Der Film erzählt die Geschichte eines Bahnwärters, gespielt von Fritz Marquardt, der aufs Altenteil abgeschoben werden soll. Mit anarchistischen Tricks und Schlauheit gelingt Platow aber der Start in ein neues Leben.

Am 09.09. 18:30 Uhr (Gespräch), 20:30 Uhr (Film). Für beide Teile sind separate Tickets erforderlich

Filmtickets: 9€/ erm. 7€
Gespräch: 3€

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06/09/2026

Für immer 16! Gestern mit Brezel Göring und Tiffy Gogo. Heute nochmal solo. 19 Uhr.

Adresse

Caligariplatz 1
Berlin
13086

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