27/04/2026
Aktuell läuft unsere neue Sonderausstellung „Die Unterwerfung - Filmschaffende in der NS-Zeit“ im Historischen Museum.
Was zählen Meinungen und Einstellungen, wenn sich die Zeiten ändern. Kriege, Seuchen
oder Meinungsmanipulationen führen zu Unsicherheiten, Heilsbringer versuchen dies
auszunutzen. Eine sehr aktuelle Entwicklung, fast überall auf der Welt. Kann da ein Blick in
die jüngere Vergangenheit helfen – insbesondere in die deutsche Geschichte Anfang des 20.
Jahrhunderts?
Unsere Ausstellung versucht deshalb der Frage nachzugehen, wie sich bedeutende Künstler -
schon Stars im Weimarer Kino - so bedingungslos der nationalsozialistischen Filmpolitik
unterwerfen konnten. Manche offen und pointiert in Propagandafilmen, andere eher
verdeckt in den sogenannten unpolitischen Unterhaltungsfilmen. Wie schnell können
Einstellungen kippen, wie stark sind Widerstandsreflexe?
Die Ausstellung „Die Unterwerfung“ stellt die Frage, wie Künstler und Kreative zu
Instrumenten einer Ideologie werden konnten. Sie thematisiert die Verstrickung von
Schauspielern, Regisseuren, Drehbuchautoren, und Produzenten in das NS-System, zeigt ihre
individuellen Entscheidungen und die propagandistischen Mechanismen hinter der
Filmproduktion auf. Ziel ist es, die Verantwortung der Filmschaffenden kritisch zu
hinterfragen und die Auswirkungen ihrer Arbeit sichtbar zu machen.