18/07/2026
1956 erfindet die eher etwas zurückhaltende Werbetexterin Emmi Creola im Rahmen einer Kampagne für Speiseöl die Kunstfigur Betty Bossi. Dazu kreiert sie ein als Zeitung getarntes Werbeblättchen, in dem eine Frau für Frauen schreibt, mit Rezepttipps für Mahlzeiten, die sich mit Arbeit, Haushalt und Familienleben unter einen Hut bringen lassen. Nach kurzen Anlaufschwierigkeiten schlägt das Konzept ein wie eine Bombe und Betty Bossi wird zur „Köchin der Nation”.
Die Schweiz liebt Betty - und verlangt bald ein echtes Gesicht. Emmi schlüpft widerwillig in die Rolle ihrer eigenen Erfindung und wird selbst zur gefeierten Koch-Ikone. Doch der Erfolg fordert seinen Preis: In einer von Männern dominierten Branche muss sie sich behaupten, während sie zugleich versucht, den Erwartungen als Ehefrau und Mutter gerecht zu werden.
Emmi wird so immer mehr aufgerieben zwischen Beruf und Familie und muss aus dem Dilemma ihren ganz eigenen Ausweg finden. Und hier noch das Rezept: Man nehme eine märchenhafte, aber wahre Geschichte über eine Frau, die sich mit Charme und Cleverness als Hausfrau und Mutter in einer toxischen Männerwelt selbstbewusst durchsetzt. Für die Geling-Garantie sorgt eine leinwandpräsente Sarah Spale, die ihrer Figur die richtige Mischung aus Selbstbewusstsein und Zweifeln, aus Frustration und Euphorie verleiht Serviert wird die amüsante Emanzipationsgeschichte mit nostalgischem Retro-Charme der 50er lahre. Wir wünschen frohen Filmkunstgenuss!