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Unsere Kritiker sind neugierig auf das Unbekannte und das Etablierte, abenteuerlustig und meinungsstark. Viele sind mit der Filmwissenschaft und anderen Geisteswissenschaften verbunden, aber auch Ausflüge in die Filmpraxis bereichern unsere Perspektiven. Wir verfassen Filmkritiken zu Kinostarts und DVDs, empfehlen Fernsehsendungen, führen Interviews, berichten von Festivals und bieten ein deutschlandweites Kinoprogramm an. Abseits von Marktlogik und Aktualitätszwang beschäftigen wir uns mit filmpolitischen Themen und erforschen Randerscheinungen des Kinos. Egal ob Genre oder Arthouse, Mainstream oder Underground, Trash oder Kunst, wir versuchen uns jedem Film und Phänomen ohne Scheuklappen zu widmen.

Zwei Kumpels fläzen kraftlos auf dem Sofa, ein langes, zugedröhntes Abhängen. Ekrem Engizeks "Koxa" ist schläfrig und fu...
21/10/2026

Zwei Kumpels fläzen kraftlos auf dem Sofa, ein langes, zugedröhntes Abhängen. Ekrem Engizeks "Koxa" ist schläfrig und fuzzy, manchmal lustig, manchmal erschreckend fies."Ein Film zum Reinziehen", in SD. Silvia Szymanski im neuesten Teil ihrer Reihe zum deutschen Gangsterfilm.

Deutschland 2017. Regie: Ekrem Engizek. Mit: Burak Doruk, Hivzo Lekovic.

Es geht um alternde Körper, darum, was es für eine Frau bedeutet, ihr Leben lang ihren Körper vermarkten zu müssen und a...
20/10/2026

Es geht um alternde Körper, darum, was es für eine Frau bedeutet, ihr Leben lang ihren Körper vermarkten zu müssen und auch um die Frage, ob „alternder Körper“ nicht vor allem eine äußere Zuschreibung ist.

Caroline Kox findet in ihrem Film ein interessantes Verhältnis zum gleichnamigen Text von Elfriede Jelinek (die heute 80 wird), weil die Schauspielerinnen ihn nicht nur sprechen, sondern auch mit ihren Körpern performen.

Luca Schepers über „Liebhaberinnen“, der ab Donnerstag im Kino läuft: https://www.critic.de/film/liebhaberinnen-19984/

Bora Dagtekins Nachfolger zu "Das perfekte Geheimnis" widmet sich wieder dem Beziehungschaos neurotischer Großstadtmensc...
20/10/2026

Bora Dagtekins Nachfolger zu "Das perfekte Geheimnis" widmet sich wieder dem Beziehungschaos neurotischer Großstadtmenschen, diesmal auf Malle. Der Schwung der Gossip-Komödie wird dabei immer wieder ausgebremst vom Hang der Figuren zu biederem Gelaber. Lukas Foerster über "Der perfekte Urlaub", ab Donnerstag im Kino.

Deutschland 2026. Regie: Bora Dagtekin. Mit: Karoline Herfurth, Jella Haase.

Ein Lacrimafilm (eine dezidiert italienische Spielart des Melodrams), der den Zeitgeist zu fassen bekommt und doch über ...
19/10/2026

Ein Lacrimafilm (eine dezidiert italienische Spielart des Melodrams), der den Zeitgeist zu fassen bekommt und doch über ihn hinausweist: Regisseur Armando Nanuzzi zeigt eine Gesellschaft, die ihr eigenes Leben, Handeln, Wirken und Wohnen hinterfragt.

André Malberg über "The Tree With Pink Leaves" ("L’albero dalle foglie rosa", 1974).

Italien 1974. Regie: Armando Nannuzzi. Mit: Renato Cestiè, John Richardson.

Ein Bild, das nie vollständig sein wird: Regisseurin Daniela Magnani-Hüller rekonstruiert ein Ereignis, das 14 Jahre zur...
19/10/2026

Ein Bild, das nie vollständig sein wird: Regisseurin Daniela Magnani-Hüller rekonstruiert ein Ereignis, das 14 Jahre zurück liegt. Ein “verliebter” Mitschüler hat sie damals gestalkt und auf der Straße mit einem Messer attackiert. Heute hat Hüller Fragen, an Menschen, die damals mit der Sache zu tun hatten. Ekkehard Knörer über "Was an Empfindsamkeit bleibt", der neu in der ZDF-Mediathek steht: https://www.critic.de/film/was-an-empfindsamkeit-bleibt-19986/

John C. Holmes war der größte männliche Star des “Porn Chic” der 70er Jahre; Paul Thomas Andersons "Boogie Nights" wurde...
17/10/2026

John C. Holmes war der größte männliche Star des “Porn Chic” der 70er Jahre; Paul Thomas Andersons "Boogie Nights" wurden von ihm und jener Zeit inspiriert. Dem Dokumentarfilmer Cass Paley gelang wenig später eine faszinierende Studie dieses nach Ruhm, S*x, Drogen und Anerkennung hungrigen Mannes.

Sascha Kellermann über "Wadd: The Life & Times of John C. Holmes" (1999), den es bei Vinegar Syndrome neu auf Blu-ray gibt.

USA 1999. Regie: Wesley Emerson. Mit: Linda Adrain, Bill Amerson.

Angela Schanelecs Darsteller wollen nicht richtig spielen. Ihre Darbietung wird von jeglichem Ornament befreit; die tief...
16/10/2026

Angela Schanelecs Darsteller wollen nicht richtig spielen. Ihre Darbietung wird von jeglichem Ornament befreit; die tiefe Melancholie der Figuren ebenso offengelegt wie die Eigenheiten in der physischen Präsenz der Darsteller. Oft geschieht das nur durch Details wie das Timbre der Stimme, die Körperhaltung oder ein Blinzeln; etwas Individuelles im Ausdruck, das von der Inszenierung nicht bezwungen wird. Michael Kienzl über "Ich war zuhause, aber", der noch bis einschließlich morgen in der 3Sat-Mediathek steht: https://www.critic.de/film/ich-war-zuhause-aber-12640/

Yüksel Yavuz' von ansteckender Dringlichkeit und Aufrichtigkeit durchzogener Film erzählt von der innigen Freundschaft z...
15/10/2026

Yüksel Yavuz' von ansteckender Dringlichkeit und Aufrichtigkeit durchzogener Film erzählt von der innigen Freundschaft zweier in Hamburg gestrandeter Jungs ohne Papiere. Till Kadritzke über "Kleine Freiheit", den man gerade neu restauriert bei filmfriend streamen kann: https://www.critic.de/film/kleine-freiheit-20135/

Romain Gavras Reichen-Satire macht sich mit großem Material- und Staraufgebot über liberale Eliten lustig. Für die Reich...
14/10/2026

Romain Gavras Reichen-Satire macht sich mit großem Material- und Staraufgebot über liberale Eliten lustig. Für die Reichen, die aktuell tatsächlich am Drücker sind, interessiert sie sich leider nicht. Maximilian Steinborn über "Sacrifice", ab morgen im Kino.

Großbritannien, Griechenland, Zypern, USA, Frankreich, Italien, Australien 2025. Regie: Romain Gavras. Mit: Chris Evans, Anya Taylor-Joy.

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