13/05/2026
Unsere Neustarts in dieser Woche
- GLENNKILL: EIN SCHAFSKRIMI
- PALÄSTINA 36
und außerdem als ganz besonderes Special am Sonntag zur schönsten Kino-Matinee-Zeit:
- SÁTÁNTANGÓ ab 11 Uhr.
Dieser Film ist eine Erfahrung. 1994 vom in diesem Jahr verstorbenen ungarischen Regisseur Bela Tarr geschaffen, ist er sicherlich auf der ein oder anderen Filmnerd-Liste als Must-See aufgeschrieben. Mit einer Länge von 419 Minuten eine kleine Herausforderung für alle, denen die 4,5 Stunden Kill Bill noch nicht genug waren. ;)
Der Film wird im ungarischen Original mit deutschen Untertiteln wirklich einmalig bei uns laufen. Zwischendurch gibt es Pausen. Stellt Euch euren Sehgewohnheiten und gebt Euch diesem Opus hin.
Wir schließen mit einem Auszug von Filmwissenschaftler Simon Frisch von der : "In der Tat ist Sátántangó – einer der längsten Filme aller Zeiten! – ein sprödes, aber auch düsterfaszinierendes Werk, gespickt mit pechschwarzem Humor und durchzogen von einer meditativen Kraft, der man sich kaum zu entziehen vermag. Ein Film, der sich vehement jeglicher Genrebestimmung und Kategorisierung verwehrt und der stattdessen eine eigene, genuine Bilderwelt entfaltet. Dabei geht es nicht nur um die Darstellung einer chaotischen, aus den Fugen geratenen Welt, sondern auch um die Hinterfragung von Sehklischees und das Finden einer Bildersprache abseits des Mainstreams. Tarrs schier endlose, oft die 10-Minuten-Grenze sprengende Kameraeinstellungen sind ein Appell an den Zuschauer, seine Wahrnehmung wieder zu verlangsamen und den Blick auf das Wesentliche des Objekts, hinter dem sich erst dessen Tiefe entfaltet, zu richten. Wer sich auf diese Seherfahrung einlässt, der wird belohnt wie bei kaum einem anderen Film ..."
Toll!